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The Lofoten Diaries Part 1

 

"only elk have ever tread these grounds"

 

Im Rahmen der Mission, die unglaublichsten Freeride-Fotos zu schießen, die jemals gemacht wurden, ging es für Freeski-Profi Sven Kueenle und drei weitere Leute für 20 Tage Richtung nördlicher Polarkreis zum norwegischen Lofoten-Archipel. Auszüge aus Svens Tagebuch geben aufschlussreiche Einblicke in die Entstehungsgeschichte der Aufnahmen.

 

 

TAG 1 + 2
Unsere Ankunft hier in Svolvær war holprig – wir haben doch echt einen Flug verpasst. Aber das hatte auch etwas Gutes: Nachdem wir spätnachts gelandet waren, präsentierten sich uns die Lofoten als fließendes Panorama – das war einfach nur wow! Und ich habe ein Flugzeug aufgetrieben! Fast … ich hätte nie gedacht, dass es so schwierig sein würde, aber wir sind wohl nicht mehr in Alaska. Hier gibt es nur wenig Privatflugzeuge, aber jetzt haben wir jemanden gefunden, der uns eins zur Verfügung stellen könnte. Hoffentlich kann ich das Ding noch fliegen – das könnte nämlich unsere einzige Option sein. Was wir von hier aus sehen können, sieht doch steil aus!

 

 

TAG 5
In den letzten Tagen haben wir viel aus der Luft gesehen – wir konnten die Inseln, Berge und Abhänge erkunden. Die Landschaft mit ihren steilen, alten Gebirgszügen, die sich direkt aus dem Meer erheben, ist fantastisch. Man kann gar nicht beschreiben, wie wunderschön es hier ist. Das Flugzeug erleichtert uns die Sache ungemein – nur damit ist dieser Trip überhaupt erst möglich. Aus der Luft haben wir den erstaunlichsten Ort gesehen: eine abgelegene Bucht, die an ein unberührtes Tal grenzt. Es ist schon beschlossene Sache, dass wir dort hin müssen – fragt sich nur noch wie! Das wird unser erstes Abenteuer!

TAG 9
Wahnsinn, zurück von der ersten Tour in die Wildnis, weiß ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll? Zunächst: Was für ein Glück habe ich nur, überhaupt hier zu sein? Ein Fischer hat uns zu der abgelegenen Bucht gebracht, die wir vom Flugzeug aus gesehen haben. Von dort aus ging es zu Fuß weiter, nur wir vier mit unseren Rucksäcken, die genauso schwer waren wie wir. Wir mussten alles tragen: die Campingausrüstung, Skier, Kameras, Proviant – das war brutal! Der schwierigste Teil war der Aufstieg bis zur Schneegrenze, für den wir stundenlang bergauf durch Dickicht und Sträucher marschierten. Hier waren vor uns nur Elche!

 

"it's majestically calm..."

Nachdem wir den Schnee erreicht hatten, ging es auf unseren Skiern weiter – viel besser! Es dauerte fast noch den ganzen Tag, bis wir das Biwak erreichten, sodass nur wenig Zeit für Erkundungen blieb. Die Tage sind jetzt lang, was uns sehr entgegen
"it's majestically calm..."
kommt. Die überwältigende Stille nachts hier in den Zelten, weit weg von der Zivilisation ist unbeschreiblich. Das Filmen am nächsten Tag war genial, obwohl der Schnee etwas rutschig war. Wir müssen auch bedenken, dass für den Fall, dass etwas passieren sollte, wir ganz auf uns gestellt sind. Wie sagt man so schön: Zu mehreren ist man sicherer. Wir machten ein paar großartige Aufnahmen und erlebten einen herrlichen Sonnenaufgang! Die Natur ist unglaublich, aber der Rückweg am nächsten Tag hat uns umgehauen!

Bleib dran, um zu erfahren, wie es weiterging!

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