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Sechs Wintersport-Ikonen im Interview

Wie fühlt sich ein Geschwindigkeitsrausch an? Und kann Adrenalin süchtig machen? Sechs legendäre Athleten erzählen von ihren Emotionen vor, während und nach den schnellsten und gefährlichsten Skirennen der Welt. Freuen Sie sich auf sechs Skifahrer verschiedener Generationen im Interview: Markus Wasmeier, Viktoria Rebensburg, Thomas Dreßen, Luc Alphand, Josef Ferstl und Bernhard Russi.

LUC ALPHAND ÜBER GESCHWINDIGKEIT

228 km/h – das ist die Stundenkilometerzahl, die Luc Alphand einmal bei Speed Skiing erreicht hat. Und er gibt zu, dass es sich echt gut angefühlt hat und spricht sogar vom Schnelligkeitsgen. Die Liebe zur Geschwindigkeit sei angeboren und habe bei ihm nie Angst, sondern immer großen Spaß bewirkt. Alphand geht sogar noch einen Schritt weiter: Er brauche die Geschwindigkeit, um sich lebendig zu fühlen.

Über Luc Alphand

Geboren 1965 in den Südalpen kann Luc Alphand auf eine 15-jährige Karriere im Skisport zurückblicken. Während seiner Laufbahn gewann er zwölf Weltcuprennen, darunter zehn Abfahrten und zwei Super-G.Der Karrierehöhepunkt folgte 1997, als Alphand die Gesamtwertung des Ski-Weltcups gewann. Anschließend tauschte er die Skier gegen Rennautos und startete bei verschiedenen Rallyes.

THOMAS DREßEN ÜBER ADRENALIN

Thomas Dreßen: DER Speed-Spezialist. Für ihn ist nicht nur die Geschwindigkeit alleine faszinierend, sondern all das, was sie mit sich bringt. Zum Beispiel eine gewisse Unplanbarkeit: Wie schnell ist die Strecke wirklich? Wie weit gehen die Sprünge? Damit einhergehend ist für ihn der Adrenalinkick von großer Bedeutung – laut Dreßen ein unverzichtbares Element, um es mit der Geschwindigkeit aufzunehmen.

Über Thomas Dreßen

1993 in Garmisch-Patenkirchen geboren, hat sich Thomas Dreßen nach und nach an die Wettkampfspitze gekämpft. Sein bisher größter Erfolg: der Sieg bei der Hahnenkammabfahrt in Kitzbühel 2018. Mit den typischen Flames auf dem Bogner-Rennanzug verbindet er laut eigener Aussage Stolz – weil er sich neben Skilegenden und Bogner-Markenbotschaftern wie Felix Neureuther und Markus Wasmeier einreiht.

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MARKUS WASMEIER ÜBER GESCHWINDIGKEIT

Für Markus Wasmeier war es immer DAS ultimative Gefühl, mit Geschwindigkeit zu spielen – vor allem bei den Sprüngen in einer Abfahrt. Beim Springen war er immer einer der Weitesten; in Val-d'Isère in den französischen Alpen flog er einmal stolze 95 Meter. Die größte Faszination während des Rennens für ihn: der Wechsel zwischen den Geschwindigkeiten. Denn zwischen Riesenslalom, Slalom und den Downhill-Disziplinen liegen Welten. Während es einmal um Technik geht, geht es bei den Downhill-Rennen vor allem um Superspeed – für Wasmeier ein Spiel mit den Elementen.

Über Markus Wasmeier

Markus Wasmeier ist eine echte Skilegende. Geboren 1963 am Schliersee gehört er zu den wenigen Skifahrern, die in allen Alpin-Disziplinen erfolgreich waren. Mit 21 wurde er 1985 Weltmeister im Riesenslalom, 1994 folgte der Karriere-Höhepunkt: Wasmeier holte zwei Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen in Lillehammer. 

Mit Bogner ist er schon seit Jahrzehnten verbunden. Nicht nur als einfacher Markenbotschafter – 1995 entwarf er sogar eine eigene Ski-Kollektion für Bogner. Zudem drehte er mit Willy Bogner den Skifilm „White Magic“.

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